Geschichte

Die Geschichte des Kapuzinerklosters Stühlingen beginnt im Jahre 1737. Damals erlaubte Fürst Joseph Wilhelm Ernst zu Fürstenberg den Kapuzinern, in Stühlingen eine neue Niederlassung zu gründen und die Seelsorge für die Wallfahrt an der im Jahre 1680 erbauten Loretokapelle zu übernehmen. Die Kapuziner beschlossen, die Loretokapelle in die neu zu errichtende Klosterkirche zu integrieren. 1738 wurde der Grundstein für die neue Wallfahrtskirche gelegt. Fünf Jahre später, im Jahr 1743, begann man mit dem Bau des Klostergebäudes. Der ursprüngliche Bauplan mit Kreuzgang und Binnenhof wurde nur zum Teil umgesetzt. Der Fürst wünschte keinen großen Konvent, und den Kapuzinern fehlten die nötigen finanziellen Mittel für ein größeres Gebäude. Nach seiner Fetigstellung zogen dann fünf Kapuziner in das neu errichtete Kloster ein.

Die Präsenz der Kapuziner sollte jedoch nicht von Dauer sein. Im Zuge der Säkularisation nahm die fürstliche Regierung 1802 das Kloster und die Kirche in Zivilbesitz. Die Kapuziner konnten zwar wohnen bleiben und weiterhin die Seelsorge ausüben, sie durften aber keine neuen Mitglieder (Novizen) mehr aufnehmen. So erlosch die Kapuzinerniederlassung mit dem Tod des letzten hier ansässigen Kapuzinerpaters am 10. April 1831.

Nach dem Aussterben des Klosters wurde sämtliches Inventar versteigert und die Gebäude der Stadt Stühlingen geschenkt. Da sich das Kloster für einen Umbau zur Schule als ungeeignet erwies, wurde es in den folgen Jahren für verschiedene Zwecke genutzt. Im Revolutionsjahr 1849 waren dort preußische Soldaten einquartiert, zeitweise diente es als Armenhaus und schließlich von 1857 bis 1927 als Krankenhaus. Als 1874 die Altkatholiken in Stühlingen Pfarrrecht erhielten, wurde ihnen die ehemalige Klosterkirche zur Benutzung überlassen.

Erst 1927 wurde das Kloster als Noviziatshaus der Kapuziner wiederbelebt. Man erweiterte die Gebäulichkeiten um den sog. „Noviziatsflügel“, den heutigen Gästetrakt. Hier verlebten dann seit 1928 bis 1972 alle jungen Brüder der Rheinisch-Westfälischen Kapuzinerprovinz ihr Probejahre in der Ordensgemeinschaft.

Im Jahr 1983 stand das Kloster kurz vor seiner Auflösung. Als auf dem Provinzkapitel der Kapuziner der Beschluss gefasst wurde, ein Kloster für junge Menschen zu öffnen, die für eine Zeit am Leben der Kapuziner teilnehmen möchten, fiel die Wahl auf Stühlingen. So bekam es seine neue Bestimmung als „Kloster zum Mitleben“. Schon nach kurzer Zeit wurden die Kapuziner bei dieser neuen Aufgabe von Schwestern der Franziskanerinnen von Reute unterstützt. Zunächst in den Stoßzeiten und seit 1986 als feste Präsenz.

Termine zum Mitleben

  • 26.8.2017 - 2.9.2017
    Woche zum Mitleben

    Eine Woche zum Mitleben, Mitbeten und Mitarbeiten im Kloster Stühlingen.

  • 2.9.2017 - 9.9.2017
    Woche zum Mitleben

    Eine Woche zum Mitleben, Mitbeten und Mitarbeiten im Kloster Stühlingen.

  • 23.9.2017 - 30.9.2017
    Woche zum Mitleben

    Eine Woche zum Mitleben, Mitbeten und Mitarbeiten im Kloster Stühlingen.

Musik im Kloster

  • 30.9.2017 - 17:00
    Begegnung mit Mozart

    Musik aus der Zeit von Mozart

    mit Werken von C.Ph. Emmanuel Bach, Niccolo Jommelli, C.F. Abel, Tommasso Giordani und Joseph Haydn;
    ferner: die Kirchensonaten von W.A. Mozart

    Reuthin Quartett aus Wildberg (Schwarzwald)
    mit Petra Roderburg-Eimann (Blockflöte), Kaoru Mimamiguchi (Violine), Ursula Staenglen (Akkordeon), Peter Falk (Kontrabass)

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