Chorkonzert ein voller Erfolg

Am vergangenen Samstag konzertierten das Gesangsensemble Cantus et Musica und das Streichquartett Hochrhein in unserer Klosterkirche. Für den aus Stühlingen stammenden Chorleiter H. H. Domkapellmeister i. R. Raimund Hug ein Heimspiel.

Kernpunkt dieses Konzertes war die „Missa brevis“ von Josef Haydn, die auch „kleine Orgelmesse“ genannt wird. Um diese Orgelmesse herum gestalteten die Verantwortlichen ein Gesamtkonzert mit dem Titel „Cantate Domino“: durch die Psalmen-Vertonungen von D. Buxtehude (1637-1707), P. Georg Pasterwitz OSB (1730-1803) und Georg Donberger (1709-1768), einem Augustinerchorherren aus Oberösterreich, entfaltete sich die volle Ausdruckskraft der Musik der Wiener Klassik und ihrer Vorstufen, die zum Teil in Mönchsklöstern ihre Heimat hatte. Besonders eindrucksvoll war das konzertante Zusammenwirken der choralen Gestaltung durch die vier Sängerinnen und Sänger und das Streichquartett. Die Motive wechselten hin und her und gingen von den Sängern auf die Instrumentalisten über. Was im Gesang allein nicht ausgedrückt werden konnte, fand seine Ausgestaltung in den Instrumenten, so zum Beispiel die Traurigkeit der Beter am Fluss in Babylon, wo die Israeliten im Exil saßen und weinten (Psalm 137). Das Wasser von Euphrat und Tigris, sowie das der Tränen der Exilanten konnte man buchstäblich im Streicherspiel fließen hören.

Umrahmt wurde das Zusammenspiel von Sängern und Streichern durch zwei Streicherwerke, Divertimenti genannt, vergnüglicher, erholsamer Musik von Mozart und Haydn, als Trio (Violine, Viola und Cello) und als „Wiener Besetzung“ von zwei Violinen und Violoncello gespielt. Die beiden jungen Geigerinnen Ekaterina Tsyrempilova und Xena Luen fanden hervorragend mit Herrn Joho und der erfahrenen Cellistin Mika Tamura zum gemeinsamen Spiel.

Besonders beeindruckte das ausdrucksvolle Singen der Sopranistin Svea Schildknecht und der Mezzosopranistin Barbara Ostertag, beide aus Freiburg, die durch ihre ausgefeilte Gesangstechnik das Publikum für diese emotionalen Werke voll einnehmen konnten. Auch die beiden Sänger legten in ihren Part den höchstmöglichen Ausdruck, ohne ihre Möglichkeiten zu überziehen: Leonhard Geiger aus Stuttgart (Bass) und Christian Wunsch aus Freiburg (Tenor).

Die Instrumentalisten hatten sich unter der erfahrenen Leitung von Herrn Wolfgang Joho, der einmal die Bratsche, dann die Violine spielte, sehr schnell beim vormittäglichen Proben zu einem Ensemble zusammengefunden und im Wettstreit mit den ausgezeichneten Sängerinnen und Sängern das ihrige zum Gelingen dieser gut ausgesuchten Musikdarbietung beigetragen.

Hinter allem spürte man wohl die kompetent begleitende Hand des Dirigenten Dr. Raimund Hug, der schon im Vorfeld durch seine Weg-Führung zur Auswahl des Programmes und seiner angemessenen Durchführung vorgearbeitet hatte. Den Dirigentenstock führte er gelassen und ruhig, der Erfahrung und der Würde seines Alters gemäß.

Das Publikum dankte allen mitwirkenden Künstlerinnen und Künstlern, sowie dem Vorbereitungsteam für dieses Ausnahmekonzert durch anhaltenden Beifall. Die im Anschluss an das Konzert gesammelten Spenden kommen der Renovation unserer Klosterkirche zugute.

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